Auch wenn sie weitläufig als Geranie bekannt ist, lautet der eigentliche Name dieser vertrauten Balkonpflanze «Pelargonium». Als eine der beliebtesten Sommerpflanzen gilt Pelargonium als Heimatsymbol und wurde sogar zur Schweizer Nationalblume erkoren.
Und nicht nur in der Schweiz, auch in anderen europäischen Ländern ist die Geranie die Nummer 1 unter den Sommerblumen und gilt als Kulturgut. Auch wenn sie in der Tat auf eine lange Geschichte als europäische Beet- und Balkonpflanze zurückblicken kann, stammt die Pelargonie allerdings nicht aus Europa, sondern aus Südafrika.
Pelargonium ist eine Gattung innerhalb der Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae) und stammt aus dem warmen Südafrika. Bereits im 17. Jahrhundert wurde sie nach Europa eingeführt und wurde aufgrund ihrer Ähnlichkeit zu dem heimischen Staudengewächs Geranium mit demselben Namen gehandelt. Diese gehören zwar zur selben Pflanzenfamilie, jedoch nicht zur selben Gattung. Erst im 18. Jahrhundert erkannten Botaniker die Unterschiede und benannten die südafrikanische Gattung in Pelargonium um. Dieser Name ist vom griechischen Wort pélargos für «Storch» abgeleitet, welcher sich auf die storchschnabelartige Form der Früchte bezieht. Nicht zuletzt aufgrund der leichten Ähnlichkeit zum einheimischen Geranium verbreitete sich der Name Geranie jedoch dermassen, dass dieser aus dem deutschen Sprachgebrauch bis heute nicht mehr wegzudenken ist.
Heute werden in der Gattung der Pelargonien 200 bis 300 Arten unterschieden. Im Handel zu finden sind in der Regel die Arten Pelargonium zonale («aufrechte Geranie») und Pelargonium peltatum («Hängegeranie») und unterschiedlichste Sorten und Hybride, die sich in Blütenfarbe und Blattwerk unterscheiden, wie zum Beispiel auch die Duftgeranie.
Als eine Gattung mit hunderten verschiedenen Arten und Sorten weist die Pelargonie unterschiedlichste Blütenfarben und -formen auf. Die in Europa kultivierten Arten haben jedoch ein sehr charakteristisches Aussehen und können kaum verwechselt werden. Allen Sorten gemein sind die relativ grossen, gezackten Blätter und der buschige Wuchs mit zahlreichen Blüten. Hängende Pelargonien, auch Efeu-Pelargonie genannt (Pelargonium peltatum), haben feste, fast gummiartige Blätter und wachsen überhängend, wodurch sie sich perfekt für Balkonkästen oder Hängeampeln eignen. Stehende Pelargonien (Pelargonium zonale oder Pelargonium x hortorum) haben samtig weiche Blätter und eignen sich durch den aufrechten Wuchs für Kübel oder Blumentöpfe. Als Untergruppe der stehenden Geranie begeistern auch die Blattschmuck-Pelargonien (Pelargonium x hortorum), deren Blätter schöne Musterungen zieren.
Bei der Blütenfarbe sind fast keine Grenzen gesetzt. Zu den Klassikern gehören Pelargonien in pink, rot und weiss, aber auch Sorten mit mehrfarbigen Blüten setzen sich immer mehr durch. Sowohl Arten mit gefüllten als auch mit ungefüllten Blüten werden kultiviert. In Ihrem Hauenstein Gartencenter finden Sie eine grosse Auswahl an Sorten und Farben, um sich Ihre Pelargonien-Oase zu gestalten.
Fühlen sich Pelargonien wohl, so bilden sie von Mai bis Oktober Blüten. Dank ihrer üppigen Blütenpracht sind sie nicht nur auf Balkon und Terrasse beliebt, sondern auch im Blumenbeet.
Pelargonien bevorzugen einen warmen, sonnigen Standort. Auch direkte Mittagssonne vertragen sie gut, da sie sehr hitzetolerant sind. Mit halbschattigen Standorten kommen sie zurecht, es muss dann jedoch mit weniger Blüten gerechnet werden. Hängende Sorten sind insbesondere für Balkonkästen und Pflanzenampeln geeignet, während aufrechte Sorten im Blumentopf oder auch als Beetpflanze gut zur Geltung kommen. Egal, ob sie überwintert oder neu gekauft werden - Geranien sollten erst nach dem letzten Frost ausgepflanzt werden, denn Kälte vertragen sie gar nicht.
Besonders beliebt ist die Kombination aus Pelargonien mit verschiedenen Blütenfarben. Nahe beieinander gesetzt wirkt es fast, als würde ein und dieselbe Pflanze unterschiedliche Farben hervorbringen.
Pelargonien zeichnen sich nicht nur durch eine schöne Blüte aus. Ein Vertreter der Gattung, die sogenannte Duft-Pelargonie, beeindruckt vielmehr durch ihre Blätter, die einen angenehmen Zitronen-, Pfefferminz-, Rosenduft oder andere Duftnuancen verströmen.
Pelargonien sind relativ pflegeleicht und wenig anspruchsvoll. Die Erde sollte gleichmässig feucht gehalten werden, gelegentliche Trockenheit verträgt die Pflanze jedoch auch. Am besten wird die Geranie öfter, jedoch wenig gegossen, um Staunässe zu vermeiden. Wer seine Pelargonien regelmässig düngt, kann mit besserem Wachstum und voller Blüte rechnen.
Verblühte Blütenstände sollten regelmässig entfernt werden, damit die Pflanze mehr Energie in neue Blüten stecken kann. Hängende Sorten erledigen dies jedoch meist von ganz allein.
Pelargonium ist nicht winterhart und sollte daher erst nach den Eisheiligen im Mai ausgepflanzt werden. Im Gegensatz zu vielem einjährigem Sommerflor kann die Geranie gut im Haus überwintert werden. Dafür wird die Pflanze vor dem ersten Frost zurückgeschnitten und ins Haus geholt, um an einem Ort mit Temperaturen von etwa 10 Grad Celsius zu überwintern.
Die Pelargonie eignet sich überdurchschnittlich gut für eine Vermehrung durch Stecklinge. Dazu wird ein Trieb mit Blättern unterhalb des letzten Blattknotens von der Mutterpflanze entfernt und in Anzuchterde gezogen. Der Steckling sollte stets feucht gehalten werden und treibt dann relativ schnell.
Wer sich ein Stück Schweizer Kulturgut auf Balkon oder Terrasse holen will, ist mit der Pelargonie bestens bedient. Durch ihren geringen Pflegeaufwand eignet sie sich für Anfänger wie auch Profi-Gärtner. In unseren Hauenstein-Gartencentern bieten wir Ihnen die passenden Produkte und professionelle Beratung, um Ihren Sommerblumen-Oase ideal zu gestalten.
Von Mai bis Oktober
Sonnig