Die wundervollen blauen Blüten der Bartblume sind ein Hingucker schlechthin, sei es im Gartenbeet oder im Gefäss gepflanzt auf dem Balkon und der Terrasse. Mit ihren duftenden Blättern und Blüten ist das Ziergehölz vielseitig an sonnigen und geschützten Standorten verwendbar. Blaue Blüten sind in der Pflanzenwelt eine echte Rarität und bieten somit einen Grund mehr, dieses pflegeleichte Gehölz zu verwenden.
Die Bartblume (Caryopteris) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Die Pflanzengattung zählt etwa 7 Arten. Diese gedeihen natürlicherweise in gemässigten bis subtropischen Gebieten wie China, Mongolei, Japan und Korea.
Die hybride Bartblume ‘Caryopteris clandonensis’ ist eine Zuchtform (Kreuzung aus zwei Arten), welche in unseren Breitengraden als Zierpflanze angebaut und verwendet wird. Der vorliegende Artikel befasst sich hauptsächlich mit dieser Pflanzenart. In den Hauenstein Gartencentern sind verschiedene Sorten der hybriden Bartblume erhältlich, welche sich in puncto Wuchshöhe und Blattfarbe unterscheiden. Das fachkundige Personal ihnen gerne Auskunft über das aktuelle Sortiment der Bartblumen, deren Besonderheiten und Verwendungsmöglichkeiten.
Die Bartblume ist ein sommergrüner, aufrecht wachsender Kleinstrauch mit filzigen Zweigen oder Trieben. Der graufilzige Überzug schützt die Pflanze vor Hitze- und Trockenschäden. Der Zierstrauch erreicht eine Wuchshöhe wie auch eine Wuchsbreite von 60 bis 100 cm.
Die schmal-eiförmig bis lanzettlich geformten, dünnen Laubblätter sind 5 bis 8 cm lang, bis 2.5 cm breit und von dunkelgrüner Farbe. Die Blattunterseite ist von graugrüner Farbe. Das Blatt hat einen unregelmässig gezahnten Rand. Typisch für die Blätter sind die matte Beschaffenheit und der auffallend aromatische Duft, der von den Blättern ausgeht.
Von Juli bis September trägt die Bartblume blaue Blüten, welche einen angenehmen Duft verbreiten. Die gestielten, scheindoldigen Blütenstände stehen in den Blattachseln. Mit ihrer langen Blütezeit ist die Bartblume eine wichtige Bienen- und Insektenweide.
Die Bartblume ist etwas frostempfindlich und bevorzugt deswegen einen sonnigen Standort auf durchlässigem und nährstoffreichem Boden. An windgeschützter Lage kann sich das Ziergehölz optimal entwickeln. Im Gefäss gehalten benötigt die Bartblume sehr durchlässiges, vorwiegend mineralisches Pflanzsubstrat.
Das kontrastreiche Ziergehölz eignet sich bestens für Vorpflanzungen, Rabatten, Steingärten, Duftgärten, Blumenbeete und Gefässe. Die Bartblume wird auch gerne als Rosenbegleitpflanze verwendet. Der wertvolle Spätsommerblüher harmoniert gut mit Ziergräsern und Stauden.
Die Bartblume benötigt keine grosse Pflege ausser einer regelmässigen Wassergabe. Im zeitigen Frühjahr darf das Ziergehölz mutig zurückgeschnitten werden. Dabei wird die Pflanze eine Handbreite über dem Boden abgeschnitten. Nach dem Rückschnitt bildet die Bartblume lange, neue Triebe mit vielen grossen Blüten. Zum Austrieb im Frühjahr darf das Ziergehölz gerne mit einer Kompostgabe, die man um den Wurzelbereich verteilt, versorgt werden.
Falls das Gehölz in exponierter Lage gedeiht, dann benötigt es während der kalten Jahreszeit einen Winterschutz, um Temperaturen unter 0 Grad zu überstehen. Dazu kann der Wurzelbereich im Gartenbeet mit einer Laubschicht oder Tannenreisig abgedeckt werden. Im Gefäss gehaltene Bartblumen werden zur Überwinterung am besten an einen regen- und windgeschützten Platz dicht an die Hauswand gestellt.
Juli bis September
60 bis 100 m
Sonnig, auf durchlässigem Boden